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  • Ausleihe von Büchern, Zeitschriften und Medien (DVD, VHS)
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Alexander Haas (1906-1980)

Alexander Haas (1906-1980) stammte aus einer seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Darmstadt ansässigen jüdischen Kaufmannsfamilie. Sein Möbelgeschäft wurde in der Pogromnacht 1938 von SA-Leuten zerstört.

Da Alexander Haas mit einer christlichen Darmstädterin verheiratet war, entging er zunächst den Deportationen, bis er 1943 nach Buchenwald verschleppt wurde. Er überlebte zwei Jahre im Lager und kehrte 1945 nach Darmstadt zurück: Er war einer von etwa 10 jüdischen Bürgern, die wieder in ihrer Heimatstadt leben wollten.

Als Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde und als Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit versuchte Alexander Haas, die Erinnerung an die Geschichte der Darmstädter Juden zu wahren sowie auch neuen Zeichen von Antisemitismus vorzubeugen.

1954, im Gründungsjahr der Darmstädter Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, entstand die Bibliothek aus der Sammlung von Alexander Haas, dessen Namen sie seit 1980 trägt. Sie wird seitdem laufend durch Neuerwerbungen ergänzt und aktualisiert.

Außer seiner Bibliothek baute Alexander Haas seit den 50er Jahren eine einzigartige Presse-Dokumentation zu Antise­mitismus, Neonazismus, „Wiedergutmachung“, NS-Prozessen u.ä. Themen der 50er bis 70er Jahre des 20. Jahrhunderts auf. Sie ist mit einer thematischen Kartei erschlossen und befindet sich heute im Stadtarchiv Darmstadt.

Bild: Online-Ausstellung: Neubeginn jüdischen Lebens in Darmstadt nach 1945

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Darmstadt

Alexander-Haas-Bibliothek
Literaturhaus Darmstadt
Kasinostraße 3
64293 Darmstadt

www.alexander-haas-bibliothek.de